EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Duisburg-Hamborn von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation Duisburg-Hamborn Bahnstation Duisburg-Hamborn
Bahnhof von 1912
Luftaufnahme
Bilder Hamborn
Bahnhof von 1912

Bau und Streckeneröffnung

Im September 1906 begannen die Vermessungsarbeiten für die Planung einer Strecke von Oberhausen nach Wesel. Die „Walsumbahn“ musste sowohl die Hauptstrecke Wesel - Oberhausen entlasten, als auch die neuen Kohlezechen mit den Hüttenwerken in Duisburg verbinden sowie die Beförderung von Zechenarbeitern zur Randzone des westlichen Ruhrgebiets sicherstellen. Zusätzlich sollte die Versorgung der Garnisonsstadt Wesel gesichert werden. Da die Eisenbahnstrecke am Rhein entlang verlaufen sollte, waren umfangreiche Erdbewegungen für den Eisenbahndamm notwendig. Hierfür verwendete man den Erdaushub vom Rhein-Herne-Kanal. Der Baubeginn war 1908. Am 15. Oktober 1912 fand die feierliche Eröffnung der 29,8 Kilometer langen, zweigleisigen Strecke statt. Der Personenverkehr diente hauptsächlich der Beförderung von Zechenarbeitern zur Randzone des westlichen Ruhrgebiets. Die Gleisanlage bestand ursprünglich aus zwei Gleisen mit einem Mittelbahnsteig.

Das Empfangsgebäude Duisburg-Hamborn

Das zweistöckige Empfangsgebäude hatte eine Verblendung aus Klinker mit schwarzen Fugen und war ein typisches Bauwerk seiner Zeit. Noch heute gibt es in der Stadt Duisburg zahlreiche Gebäude im selben Baustil. Das Walmdach der Schalterhalle dominiert ein Uhrenturm. In den beiden zurückgesetzten, einstöckigen Seitenflügeln befanden sich Diensträume und die Bahnhofsgaststätte. Die Schalterhalle befand sich im Hauptgebäude, wo es neben dem Fahrkarten- und Gepäckschalter auch zwei Wartesäle für die unterschiedlichen Klassen sowie ein Damenzimmer gab. In östlicher Richtung war ein Güterboden angebaut worden. Das Gebäude lag dicht am Bahndamm in Tieflage, was den Bau des Personentunnels zu dem Bahnsteig erleichterte.

Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten

Am 3. Oktober 1937 wurde die Walsumbahn an den Ruhrschnellverkehr angebunden. Dabei wurde die Gleisanlage auf sieben Gleisen und einer dreigleisigen Übergabegruppe zu dem Industrieunternehmen Grillo-Werke erweitert. 1949 wurde der Bahnhof von Hamborn in Duisburg-Hamborn umbenannt. Anfang der 1960er-Jahre wurde ein Anschlussgleis zu einem Schlachthof gebaut. 1983 stellte die Deutsche Bundesbahn den Personenverkehr auf der Strecke ein. 2017 wurden die Stellwerke aus dem Betrieb genommen. Sie werden von Walsum gesteuert. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das im Zustand von 1912 erhaltene Stationsgebäude steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Es wird heute gastronomisch genutzt, wobei die Schalterhalle als Festsaal dient.
Planung und Konzession Walsumbahn Oberhausen Hbf Wesel
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