EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Düsseldorf-Gerresheim von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bau und Streckeneröffnung Mit den Bauarbeiten an der Strecke nach Wuppertal-Elberfeld begann die Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn-Gesellschaft (DEE) am 9. April 1838. Zunächst baute die DEE den ersten eingleisigen 8,12 Kilometer langen Teilabschnitt zwischen Düsseldorf und Erkrath, der am 20. Dezember 1838 für den Personenverkehr und am 1. Dezember 1841 für den Güterverkehr in Betrieb genommen wurde. Nach Fertigstellung der Steilrampe am 21. Mai 1841 nach Hochdahl wurde der 12,41 Kilometer lange Streckenabschnitt nach Wuppertal-Vohwinkel Pbf für den Personenverkehr und am 1. Dezember 1841 für den Güterverkehr eröffnet. Der 5,54 Kilometer lange Abschnitt bis Steinbeck (Heute Wuppertal-Steinbeck) ging am 3. September 1841 in Betrieb. Die 27,0 Kilometer lange Gesamtstrecke nach Elberfeld (heute Wuppertal-Elberfeld) wurde am 1. Dezember 1841 eröffnet. 1841 erhielt der Bahnhof Gerresheim ein provisorisches Stationsgebäude aus Fachwerk. Erst durch die Übernahme der DEE durch die Bergisch-Märkische Eisenbahn- Gesellschaft (BME) 1857 erhielt der Bahnhof ein festes Stationsgebäude.

Das Empfangsgebäude Düsseldorf-Gerresheim

Der klassizistische, traufenständige und zweistöckige Putzbau von 1857 besaß an der Ortsseite einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt). Das Gebäude auf rechteckigem Grundriss hatte ein überkragendes Satteldach und auf allen Stockwerken Segmentbogenfenster. Die einzelnen Geschosse waren durch Gurtgesimse (an Fassaden, dass zwischen den Geschossen liegt) optisch getrennt. Ein Dachgesims (das oberste, das Bauwerk abschließende Gesims) schloss das Mauerwerk zum Satteldach ab. Ein Güterschuppen, vielleicht aus Fachwerk, dürfte ebenfalls vorhanden gewesen sein. Da der konkurrierende Bahnhof der RhE aufgegeben wurde erweiterte man 1889 das Stationsgebäude nach Westen um einen langen Anbau mit einem Halbgeschoss (letztes Geschoss ohne Dachschräge unter dem Dach) und anschließendem Güterschuppen. Nach Osten entstand ein einstöckiger Anbau für den Wartesaal. Das Provisorium wurde abgebaut. Der Bahnhof hatte eine Güterabfertigung und gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1857 wurde die Strecke nach Elberfeld von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn- Gesellschaft (BME) übernommen. Am 15. September 1879 eröffnete die Rheinische Eisenbahn- Gesellschaft (RhE) ihre 57,27 Kilometer lange Strecke zwischen Düsseldorf-Derendorf und Hagen- Eckesey. Dafür wurde die Gleisanlage und die Bahnbauten erweitert. Nach 1889 erhielt der Bahnhof ausgedehnte Güteranlagen, die bis zum Ersten Weltkrieg wesentlich ausgebaut wurden. Einen großen Bahnanschluss betrieb die hinter dem Bahnhof angesiedelte Gerresheimer Glashütte. Die Güterabfertigung wurde erweitert. 1980 wurde der Bahnhof für den S-Bahn-Betrieb umgebaut und die Gleisanlage erheblich reduziert. Das Empfangsgebäude wurde geschlossen. 1985 wurde ein Stellwerksgebäude mit modernem Stellwerk errichtet. 2011 verkaufte die Deutsche Bahn AG das Stationsgebäude, das vom neuen Besitzer saniert wurde. Mit der Renovierung der Fassade 2013 waren die Bauarbeiten abgeschlossen. Die eiserne Gitterbrücke für Fußgänger mit massiven Treppenaufgängen wurde um 2012 abgebaut. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das unter Denkmalschutz stehende Empfangsgebäude von 1889 ist noch in wesentlichen Teilen erhalten und wird heute als Kulturbahnhof genutzt.
Bahnhof 1910 Luftaufnahme
Bilder Düsseldorf
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Bahnstation Düsseldorf-Gerresheim

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