EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Dortmund-Derne von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Dortmund-Derne Bahnstation Dortmund-Derne
Bau und Streckeneröffnung Die Bahnstrecke von Dortmund nach Enschede baute die Dortmund- Gronau-Enscheder Eisenbahn- Gesellschaft (DGE) in mehreren Teilstrecken. Auf dem ersten, 14,27 Kilometer langen Teilstück von Dortmund über Derne nach Lünen Nord begann der Personenverkehr am 25. November 1874, der Güterverkehr folgte am 4. Dezember 1874. Die Gesamtstrecke nach Enschede (Niederlande) wurde am 15. Oktober 1875 eröffnet. Zunächst wurde in der Nähe der Zeche Gneisenau der Haltepunkt Derne in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude Dortmund-Derne Das zweistöckige, traufenständige Stationsgebäude mit Satteldach wurde 1890 in Betrieb genommen. Es war ein Putzbau mit einem markanten, turmartigen Risalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) in Form eines halben Sechsecks, in dem sich das Treppenhaus zu dem Obergeschoss befand. Ein Gurtgesims und Dachgesims (ein Gesims an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt), teilte optisch die Stockwerke. Nördlich gab es einen Anbau mit Satteldach, in dem sich ein Wartesaal sowie eine Bahnhofsgaststätte befanden. In Richtung Brücke war ein separates Toilettenhäuschen gebaut worden. Der Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie weitere Diensträume befanden sich im Hauptgebäude. Im Obergeschoss waren die Wohnungen für die Bahnbediensteten. Das Gebäude hatte segmentbogige Fenster und Türen. Der Bahnhof besaß einen Inselbahnsteig. Südlich des Stationsgebäudes zweigten die Übergabegleise zur Zeche Gneisenau ab. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1902 baute die „Harpener Bergbau AG“ eine Werkstatt für Eisenkonstruktion, die einen Gleisanschluss bekam. 1903 wurde die Strecke nach Enschede von der Preußische Staatseisenbahnverwaltung (P.St.E.V.) übernommen. 1904 baute die Firma Dören ein Werk für Stahlbrücken mit werkseigener Gleisanlage. 1944 erhielt der Bahnhof ein zweites Stellwerk, das von einem Wagenkasten, der auf einer Mauer installiert war, betrieben wurde. Ab 1950 erfolgte die Umbenennung in Dortmund-Derne. 1972 baute die Deutsche Bundesbahn (DB) ein Stellwerksgebäude mit einem modernen Stellwerk, das noch heute in Betrieb ist. Die beiden Alten wurden abgerissen. 1985 wurde die Zeche Gneisenau stillgelegt. Bis zum Jahr 2000 fuhren Kohlezüge über ein Anschlussgleis, das direkt entlang des Stationsgebäudes verlief, zu einem Blockheizkraftwerk. Das Gleis ist noch vorhanden. 2003 stellte die Firma Dören die Produktion ein. 2004 schloss die Harpener Bergbau AG“ ihr Werk. Was hat sich verändert, was ist geblieben Im Bild von 1890 (rechts oben) sieht man den Anbau für Wartesaal und Gaststätte. Dieser besitzt zwei Fenster. Der nördliche Anbau mit Satteldach ist nicht mehr vorhanden. An der südlichen Gebäudewand gibt es heute einen Flachbau, dessen drei Fenster dem Baustil des Bahnhofsgebäudes entsprechen. Das Empfangsgebäude ist in einem passablen Zustand.
Bahnhof von 1890
Luftaufnahme
Bilder Derne
Bahnhof von 1890 PANORAMA Planung und Konzession Dortmund - Gronau (Westf.) Dortmund Hbf Gronau (Westf.) ahnbauten mehr zum Thema hier  B